Vor einigen Monaten haben wir uns im Rahmen von „The-Watchmaker“ auf eine Zeitreise begeben, um eines der außergewöhnlichsten Unternehmen der Schweizer Uhrenindustrie kennenzulernen. Anlass dafür waren drei authentische Vintage-Uhren von Sicura aus meiner persönlichen Sammlung, anhand derer wir die Geschichte eines Unternehmens erkundeten, das sich nie scheute, innovativ zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen.
Gleichzeitig haben wir darauf hingewiesen, warum der Name Sicura untrennbar mit Breitling verbunden bleibt. Die Übernahme des traditionsreichen Schweizer Unternehmens durch Ernest Schneider, den Eigentümer von Sicura, Ende der 1970er Jahre rettete nicht nur einen legendären Namen vor der Quarzkrise, sondern markierte auch den Beginn der modernen Geschichte von Breitling, wie wir sie heute kennen.
Dieser Artikel war der Vergangenheit gewidmet. Der Geschichte, dem Sammlerwert und der einzigartigen Persönlichkeit der Vintage-Modelle von Sicura.
Heute schlagen wir jedoch ein neues Kapitel auf.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten blickt Sicura nicht nur zurück. Sie blickt nach vorne. Das traditionsreiche Unternehmen feiert ein kraftvolles Comeback und präsentiert eine neue Generation von Uhren, die ihr Erbe würdigen, ohne sich davon einschränken zu lassen.
Das erste Kapitel dieser neuen Ära wird mit dem HEXA 400 geschrieben.
Eine moderne Schweizer Taucheruhr, die sich an der legendären Diver 400 aus dem Jahr 1968 orientiert – nicht als bloße Neuauflage, sondern als natürliche Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee. Eine Uhr, die die charakteristische DNA von Sicura bewahrt und gleichzeitig die Möglichkeiten der modernen Uhrmacherkunst in Bezug auf Design, Materialien und Fertigung nutzt.
KAPITEL
Wenn eine Neuauflage mehr ist als nur eine Reproduktion
Es gibt Uhren, die entworfen wurden, um einem Trend zu folgen. Und es gibt solche, die aus dem Bedürfnis heraus entstehen, eine Geschichte neu zu erzählen.
In den letzten Jahren erlebt die Schweizer Uhrenindustrie eine beispiellose Rückkehr in die Vergangenheit. Nahezu jedes große Unternehmen hat eines seiner Kultmodelle wieder ins Rampenlicht gerückt: Taucheruhren aus den 1950er Jahren, Chronographen aus den 1960er Jahren, Militäruhren aus den 1970er Jahren. Der Begriff „Reissue“ ist mittlerweile aus dem Wortschatz der Sammler nicht mehr wegzudenken.
Hinter diesem Begriff verbergen sich jedoch zwei völlig unterschiedliche Philosophien.
Die erste Variante strebt nach größtmöglicher Originaltreue. Sie gibt jedes Detail des Originalmodells wieder, selbst Merkmale, die heute als veraltet gelten, denn das Ziel ist historische Genauigkeit.
Die zweite Herangehensweise betrachtet die Vergangenheit als Ausgangspunkt und nicht als Einschränkung. Sie bewahrt den Charakter des ursprünglichen Entwurfs, gestaltet ihn jedoch von Grund auf neu und nutzt dabei moderne Materialien, neue Bauweisen und ergonomische Verbesserungen, die den Bedürfnissen der heutigen Nutzer gerecht werden.
Das neue Sicura HEXA 400 gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Es wurde nicht als „Vintage-Objekt“ konzipiert. Es wurde als echtes modernes Werkzeug entwickelt, das gleichzeitig den Charakter einer der außergewöhnlichsten Taucheruhren bewahrt, die Sicura je geschaffen hat. Wie der Hersteller erklärt, war es das Ziel, die grundlegende DNA der historischen Diver 400 beizubehalten, dabei jedoch nahezu jedes einzelne Designelement zu überarbeiten, um die Ablesbarkeit, die Ergonomie, die Verarbeitungsqualität und die Wasserdichtigkeit zu verbessern.
Und um das HEXA 400 wirklich zu verstehen, muss man zunächst das Unternehmen kennenlernen, das es entwickelt hat.
Sicura war nie ein „gewöhnliches“ Schweizer Unternehmen
Wenn wir heute den Namen Sicura hören, denken viele Sammler automatisch an die Verbindung zu Breitling.
Die Realität ist jedoch viel interessanter.
Sicura wurde 1939 in Grenchen in der Schweiz gegründet, einer Stadt, die im 20. Jahrhundert zu den bedeutendsten Zentren der Schweizer Uhrmacherkunst zählte. Dort schlug Sicura, neben renommierten Herstellern, schon früh einen anderen Weg ein. Das Unternehmen versuchte nicht, den traditionellen Firmen allein durch Veredelung oder Luxus Konkurrenz zu machen. Es investierte vor allem in Innovation, ungewöhnliche Ideen und die Entwicklung von Uhren, die sich sowohl ästhetisch als auch funktional von anderen abhoben.
Die große Wende kam, als der Ingenieur und Unternehmer Ernest Schneider die Leitung des Unternehmens übernahm.
In der Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst wird sein Name vor allem mit der Rettung von Breitling im Jahr 1979 in Verbindung gebracht. Doch noch bevor er diese historische Rolle übernahm, hatte er bereits die Philosophie von Sicura geprägt.
Es ging ihm nicht einfach darum, eine weitere mechanische Uhr zu bauen.
Er wollte experimentieren.
Die Zeit, in der Sicura keine Scheu hatte, alles auszuprobieren
In den 1960er und 1970er Jahren war die Uhrenindustrie ständig auf der Suche nach neuen Technologien.
Sicura hat diese Entwicklungen nicht nur beobachtet.
Er versuchte, vor ihnen zu bleiben.
Nach Angaben des Unternehmens selbst stellte Sicura in dieser Zeit Taucheruhren mit patentierten Kronensystemen, Modelle mit zwei Kronen, von der Ästhetik des Weltraumzeitalters inspirierte Sprungstundenanzeigen, elektronische und Transistoruhren, frühe Quarz-Anwendungen, Sonnenuhren sowie sogar LED- und LCD-Modelle – und das zu einer Zeit, als diese Technologien gerade erst ihre ersten Schritte machten. Gleichzeitig scheute er sich nicht, mit ungewöhnlichen Funktionen zu experimentieren, wie beispielsweise Zigarettenzählern, integrierten Kompassen und winzigen Mikrocomputern.
Heute erscheinen viele dieser Ideen seltsam oder sogar exzentrisch.
In den 1970er Jahren waren sie jedoch echte Beweise für Kreativität.
Sicura hat nicht versucht, konservativ zu sein.
Sie versuchte, anders zu sein.
Das ist vielleicht auch der Grund, warum ihre Vintage-Modelle heute begeisterte Sammler anziehen. Sie unterscheiden sich von allen anderen Uhren ihrer Zeit.
Von Sicura zu Breitling
Im Jahr 1979 befand sich die weltweite Uhrenindustrie auf dem Höhepunkt der sogenannten Quarzkrise.
Viele traditionsreiche Unternehmen hatten mit ernsthaften finanziellen Problemen zu kämpfen, und einige von ihnen sind endgültig vom Markt verschwunden.
Unter ihnen befand sich auch Breitling.
Ernest Schneider beschloss damals, das Unternehmen zu übernehmen und damit einen der bedeutendsten Namen der Schweizer Uhrenindustrie am Leben zu erhalten. Wie Sicura berichtet, bildeten die Erfahrung und die Philosophie, die er im Laufe der Unternehmensgeschichte entwickelt hatte, die Grundlage für diesen historischen Schritt.
Dieser Zusammenhang erklärt, warum Sammler Sicura heute mit anderen Augen sehen.
Es ist nicht einfach nur eine weitere Vintage-Marke.
Es ist ein Teil der Geschichte, der zur weiteren Entwicklung von Breitling geführt hat.
1968: Eine Taucheruhr, die sich von allen anderen unterscheidet
Ende der 1960er Jahre erlebten Taucheruhren einen enormen Aufschwung.
Rolex hatte die Submariner bereits vorgestellt.
Blancpain hatte mit der Fifty Fathoms den Weg geebnet.
Doxa arbeitete mit Jacques Cousteau zusammen.
Enicar, Squale und Dutzende weiterer Unternehmen kämpften um ihren Platz auf einem sich rasant entwickelnden Markt.
In diesem Umfeld hat sich Sicura entschieden, nicht den ausgetretenen Pfaden zu folgen.
Er stellte eine Taucheruhr vor, die wie eine … Sicura aussah.
Der Diver 400
Die Sicura Diver 400 kam 1968 auf den Markt und stach von Anfang an hervor.
Sein sechseckiges Gehäuse war mit keinem anderen Produkt auf dem Markt vergleichbar.
Die beiden Kronen bildeten eine charakteristische Symmetrie, während die innere drehbare Lünette der Uhr ein technisches Erscheinungsbild verlieh, das eher an ein professionelles Messgerät als an ein Alltagsaccessoire erinnerte.
Das Originalmodell verfügte über ein verchromtes Messinggehäuse, Acrylglas, eine beidseitig drehbare Lünette mit Metalleinsatz, aufgesetzte Zeiger mit Tritium-Leuchtmasse und ein Uhrwerk von Ebauches Bettlach. Die obere Krone diente zur Einstellung der inneren Lünette, während die zweite zur Zeiteinstellung verwendet wurde. Die Nennwasserdichtigkeit betrug 400 Meter, obwohl Sicura selbst darauf hinweist, dass die Messungen jener Zeit nicht den heutigen ISO-Zertifizierungsstandards entsprachen.
Was den Diver 400 jedoch wirklich einzigartig machte, waren nicht die Zahlen.
Das lag einfach in seinem Charakter.
In einer Zeit, in der die meisten Taucheruhren ähnlichen Designstandards folgten, wagte Sicura es, etwas zu kreieren, das schon auf den ersten Blick unverkennbar war.
Persönlichkeit geht vor Mode
Wenn man sich die Diver 400 heute ansieht, lassen sich leicht Elemente erkennen, die die Ästhetik der späten Sechzigerjahre widerspiegeln: die Fülle an Informationen auf dem Zifferblatt, die verschiedenen Skalen, das Acrylglas und die Proportionen der Zeiger.
Was jedoch zeitlos bleibt, ist die grundlegende gestalterische Idee.
Das sechseckige Gehäuse.
Die beiden Kronen.
Das ausgeprägte instrumentelle Bild.
Der Wille, sich von der Konkurrenz abzuheben.
Es ist kein Zufall, dass genau diese Elemente fast sechs Jahrzehnte später den Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen HEXA 400 bildeten.
Nicht als Gegenstand der Nostalgie.
Aber als Grundlage, auf der Sicura einen modernen Schweizer Taucheruhr neu entwickelt hat.
Wenn Fortschritt wichtiger ist als Nostalgie
In der Uhrmacherkunst verläuft ein schmaler Grat zwischen dem Respekt vor der Geschichte und der Gefahr der Nachahmung.
In den letzten Jahren gab es Dutzende Neuauflagen historischer Modelle. Manche geben sogar die Unvollkommenheiten der Originale mit beeindruckender Genauigkeit wieder, andere übernehmen lediglich bestimmte ästhetische Elemente, um die Kraft der Nostalgie für sich zu nutzen.
Sicura hat einen anderen Weg eingeschlagen.
Anstatt den Diver 400 aus dem Jahr 1968 einfach zu kopieren, beschloss er, ihn so zu behandeln, als befände er sich noch immer im Entwurfsbüro des Unternehmens. Als gäbe es eine natürliche Fortsetzung seiner Entwicklung über fast sechs Jahrzehnte hinweg.
Das Ergebnis dieser Philosophie ist der HEXA 400.
Eine Uhr, die sofort als Nachfolgerin der legendären Diver 400 erkennbar ist, bei der jedoch nahezu jedes Einzelteil im Hinblick auf Funktionalität, Zuverlässigkeit und die Anforderungen des heutigen Nutzers neu gestaltet wurde. Sicura selbst beschreibt das neue Modell als eine „modernisierte Neuinterpretation“, die die grundlegende DNA der ursprünglichen Taucheruhr beibehält und gleichzeitig die Ablesbarkeit, die Gehäusegeometrie, die Verarbeitung und die Wasserdichtigkeit verbessert.
Ein erster Blick genügt
Das Beeindruckende am HEXA 400 ist, dass man das Logo gar nicht lesen muss, um zu erkennen, woher es stammt.
Das charakteristische sechseckige Gehäuse bleibt das dominierende Designelement.
Die beiden Kronen befinden sich weiterhin auf der rechten Seite.
Die Symmetrie des Zifferblatts erinnert stark an die Diver 400.
Die funktionale Ästhetik ist nach wie vor präsent.
Und doch…
Je genauer man hinschaut, desto mehr wird einem bewusst, dass fast nichts wirklich so geblieben ist, wie es war.
Es handelt sich nicht um ein „Facelifting“.
Es handelt sich um eine umfassende Neugestaltung.
Das Gehäuse
Die Entwicklung eines symbolträchtigen Konzepts
Die erste Diver 400 verfügte über ein verchromtes Messinggehäuse mit polierten Oberflächen und einem Acrylglas.
Der neue HEXA 400 behält zwar die charakteristische sechseckige Form bei, doch die Konstruktion ist völlig anders.
Das Gehäuse besteht nun aus Edelstahl 316L, weist auf den Hauptflächen eine satinierte Oberfläche auf und verfügt über polierte Fasen (polished chamfers), die seine markanten geometrischen Linien hervorheben. Saphirglas ersetzt das Acrylglas und bietet eine deutlich höhere Kratzfestigkeit sowie eine bessere optische Klarheit.
Sicura hat die Form des Gehäuses nicht verändert.
Er hat es perfektioniert.
Die Verhältnisse bleiben unverändert
Es ist besonders interessant, dass die Außenmaße nicht wesentlich vom Originalmodell abweichen.
| Diver 400 (1968) | HEXA 400 (2026) |
|---|---|
| 40 mm | 40 mm |
| 12 mm | 14 mm |
| 45 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß | 46 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß |
Die Erhöhung der Dicke um zwei Millimeter ist kein Zufall.
Dies ist auf die moderne Konstruktion des Gehäuses, die verbesserte Wasserdichtigkeit, das Saphirglas und die insgesamt robustere Bauweise der Uhr zurückzuführen. Gleichzeitig bleibt der Abstand von Bandanstoß zu Bandanstoß mit 46 mm äußerst gering, was auch bei mittelgroßen Handgelenken einen hohen Tragekomfort verspricht.
Die beiden Kronen
Eine historische Idee, die echte Bedeutung erlangt hat
Von allen Merkmalen der Diver 400 ist wohl keines so unverkennbar wie die beiden Kronen.
Beim Modell von 1968 diente der eine zur Zeiteinstellung und der andere zur Bedienung des inneren drehbaren Rings.
Dieses Konzept wird auch beim HEXA 400 beibehalten.
Der Unterschied liegt in der Ausführung.
Die neuen Kronen sind deutlich größer, verfügen über eine tiefere Rändelung für besseren Halt und sind nun verschraubt, was sowohl die Dichtigkeit als auch das Bediengefühl verbessert. Die obere Krone steuert nun den zweifarbigen Innenring für die zweite Zeitzone, während die untere Krone zur Zeiteinstellung dient.
Die Funktionsweise bleibt unverändert.
Die Benutzererfahrung ist jedoch völlig anders.
Der Kranz
Vom Vintage-Stil zum professionellen Werkzeug
Hier liegt vielleicht die wichtigste technische Änderung.
Die Diver 400 aus dem Jahr 1968 verfügte über eine beidseitig drehbare Außenlünette mit einem schmalen Metalleinsatz.
Sie war typisch für ihre Zeit.
Es entsprach jedoch nicht den Anforderungen einer modernen Taucheruhr.
Beim HEXA 400 fängt Sicura bei Null an.
Der neue Kranz lautet:
-
einseitig,
-
verfügt über 120 Klicks,
-
verwendet einen Keramikeinsatz,
-
hat tiefere Zinken für besseren Halt,
-
sowie ein größeres Dreieck bei 12 Uhr, das die unmittelbare Orientierung beim Tauchen erleichtert.
Das ist keine ästhetische Veränderung.
Dies stellt eine wesentliche Verbesserung der Funktionalität dar.
Der innere Kapitelring
Die clevere Weiterentwicklung einer alten Idee
Der Diver 400 verfügte über eine interne drehbare Skala, die in erster Linie als Tag- und Nachtanzeige diente.
Beim neuen HEXA 400 hat sich Sicura entschlossen, diese Idee auf andere Weise umzusetzen.
Der neue zweifarbige Chapter-Ring ermöglicht dank des Farbkontrasts und seines vereinfachten Designs eine deutlich klarere Ablesbarkeit einer zweiten Zeitzone. So wird das Element, das beim Originalmodell eher eine besondere Designmerkmale darstellte, zu einer wirklich nützlichen Alltagsfunktion.
Das Zifferblatt
Weniger Informationen, mehr Substanz
Der Diver 400 ist ein typisches Beispiel für die Ästhetik der späten Sechzigerjahre.
Mehrere Beschriftungen.
Ziemlich viele Informationen.
Unterschiedliche Maßstäbe.
Zahlreiche Elemente buhlten um die Aufmerksamkeit des Nutzers.
Beim HEXA 400 wird diese Philosophie aufgegeben.
Das Zifferblatt wird klarer.
Die Typografie beschränkt sich auf das absolut Notwendige.
Die Indikatoren sind anwendbar.
Die matte Oberfläche reduziert Reflexionen.
Das Datum erhält einen größeren Abstand und einen besser lesbaren Rahmen.
Laut Sicura wurde diese Vereinfachung vorgenommen, um eine ausgewogenere visuelle Hierarchie zu schaffen und die Lesbarkeit zu verbessern.
Die Indikatoren
Eine kleine Änderung mit großer Bedeutung
Die neuen Baton-Zeiger mögen vielleicht wie eine reine optische Aufwertung erscheinen.
Tatsächlich stellen sie eine bedeutende funktionale Weiterentwicklung dar.
Der Zeiger reicht nun genau bis zur äußeren Skala.
Der Stundenzeiger wird kürzer, aber deutlich breiter.
Der Sekundenzeiger verfügt nun über einen größeren, beleuchteten „Lollipop“, wodurch die Sichtbarkeit beim Tauchen verbessert wird.
Sicura gibt an, dass das gesamte Design der Zeiger neu konzipiert wurde, wobei das schnelle Ablesen der Uhrzeit unter anspruchsvollen Bedingungen im Vordergrund stand.
Vom Tritium zur Super-LumiNova
Sammler lieben die warme Patina des Tritiums.
Taucher brauchen jedoch Leistung.
Bei der HEXA 400 kommt moderne Super-LumiNova zum Einsatz, wobei für ausgewählte Elemente der Uhr unterschiedliche Farbtöne verwendet werden, um einen besseren Kontrast und eine leichtere Orientierung im Dunkeln zu erzielen. Sicura selbst gibt an, dass C3 auf der Lünette und BGW9 auf den Zeigern und den applizierten Indizes verwendet wird, wodurch eine hohe Leuchtkraft mit funktionaler Differenzierung kombiniert wird.
Das Armband
Dort, wo der tägliche Gebrauch den Unterschied ausmacht
Die Diver 400 war mit einem charakteristischen fünfreihigen Armband ausgestattet, das von den sogenannten „Reiskörnern“ inspiriert war und über einen Butterfly-Verschluss verfügte.
Es war bezaubernd.
Er war jedoch ein Kind seiner Zeit.
Der HEXA 400 verfolgt einen völlig anderen Ansatz.
Das neue Armband besteht aus massivem 316L-Edelstahl, verfügt über drei Glieder, eine vollständig in das Gehäuse integrierte Befestigung sowie einen Sicherheitsverschluss mit doppeltem Druckknopf und einem Ratschen-System zur Feineinstellung, was eine schnelle Längenanpassung ohne Werkzeug ermöglicht.
Es ist eine jener Veränderungen, die auf einem Foto nicht zu erkennen sind, sich aber am Handgelenk sofort bemerkbar machen.
1968 und 2026
Zwei verschiedene Epochen, dieselbe Philosophie
Wenn man versuchen würde, die Beziehung zwischen den beiden Uhren in einem einzigen Satz zusammenzufassen, würde dieser wie folgt lauten:
Der Diver 400 wurde Mitte 1968 entworfen. Der HEXA 400 wurde so konzipiert, als hätte seine Weiterentwicklung nie aufgehört.
Sicura hat sich nicht dafür entschieden, die Vergangenheit nachzubilden.
Er entschied sich, seine Geschichte fortzusetzen.
Und vielleicht ist genau das die größte Leistung des HEXA 400: Man erkennt ihn sofort als Sicura, ohne dass er in Nostalgie versinkt.
Wenn Tradition nicht zur Einschränkung, sondern zum Ausgangspunkt wird
Es gibt einen Satz, der in der Uhrenbranche oft wiederholt wird:
„Wir stellen keine Uhren mehr so her wie früher.“
In Wirklichkeit geht es jedoch nie darum, eine Uhr genau so herzustellen, wie es vor sechzig Jahren der Fall war.
Das eigentliche Ziel ist es, sich zu fragen:
„Wenn dieselben Menschen diese Uhr heute mit den Möglichkeiten des Jahres 2026 entwerfen würden, wie würde sie dann aussehen?“
Genau diese Frage scheint Sicura zu beantworten versucht zu haben.
Das Ergebnis ist der HEXA 400.
Eher eine Weiterentwicklung als eine Neuauflage
Die meisten zeitgenössischen Neuauflagen stützen sich vor allem auf den sentimentalen Wert.
Nostalgie ist ein äußerst wirkungsvolles Mittel.
Das reicht jedoch nicht aus.
Eine moderne Werkzeuguhr muss den Anforderungen eines Nutzers gerecht werden, der sich daran gewöhnt hat:
-
Keramikkränze,
-
Saphirkristalle,
-
zuverlässige Schweizer Maschinen,
-
bequeme Armbänder,
-
schnelle Feineinstellung,
-
starke Helligkeit,
-
tatsächliche Dichtheit.
Sicura hat sich dafür entschieden, keines davon zu opfern, nur um ein Vintage-Image zu bewahren.
Stattdessen behielt er alles bei, was den Diver 400 unverwechselbar machte, und überarbeitete alles, was verbessert werden konnte.
Ein Taucher, der nicht versucht, wie irgendein anderer auszusehen
Das ist vielleicht der wichtigste Vorteil des HEXA 400.
In einem Markt, in dem Dutzende von Taucheruhren gemeinsame Designmerkmale aufweisen, sticht die neue Sicura schon auf den ersten Blick hervor.
Das sechseckige Gehäuse.
Die beiden Kronen.
Der ganz besondere Chapter-Ring.
Die Geometrie des Kranzes.
Die scharfen Kanten.
Es gibt keinen Teil der Uhr, der an eine andere legendäre Taucheruhr erinnern soll.
Und das ist vielleicht das größte Kompliment, das ein Designer erhalten kann.
Die Balance zwischen Vintage und Moderne
Eine der größten Herausforderungen bei der Gestaltung einer Neuauflage ist die Entscheidung, wie alt sie wirken soll.
Wenn du dich zu sehr an das Original hältst, läufst du Gefahr, eine Uhr zu entwerfen, die eher wegen ihres Sammlerwerts als für den täglichen Gebrauch gekauft wird.
Wenn du dich zu weit davon entfernst, verlierst du den Sinn der Neuauflage aus den Augen.
Der HEXA 400 scheint einen Mittelweg zwischen diesen beiden Welten zu finden.
Es bewahrt die Silhouette.
Bewahrt die Persönlichkeit.
Er respektiert die Geschichte.
Aber er lässt sich davon nicht einschränken.
Die Maschine, die diesem Zweck dient
Die Wahl des Sellita SW200 dürfte diejenigen, die nach komplexen hauseigenen Konstruktionen suchen, vielleicht nicht beeindrucken.
Dies scheint jedoch nie das Ziel von Sicura gewesen zu sein.
Die HEXA 400 wurde als Funktionsuhr konzipiert.
Und eine Funktionsuhr muss in erster Linie Folgendes sein:
-
zuverlässig,
-
pflegeleicht,
-
mit einer breiten Verfügbarkeit von Ersatzteilen,
-
in seiner Funktionsweise stabil.
Das Sellita SW200 ist eines der bewährtesten Schweizer Automatikwerke der heutigen Produktion; es läuft mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine Gangreserve von mindestens 38 Stunden – Angaben, die auch in den offiziellen Spezifikationen des Modells aufgeführt sind.
Als professionelle Uhrmacher wissen wir, dass die langfristige Zuverlässigkeit einer Uhr nicht nur vom Namen des Uhrwerks abhängt, sondern auch von der Verarbeitungsqualität, der korrekten Montage und dem Support, den der Hersteller im Laufe der Jahre bieten kann.
Eine Uhr, die getragen werden will
Es gibt Uhren, die letztendlich den größten Teil ihres Lebens in einer Sammlung verbringen.
Der HEXA 400 scheint nicht dafür konzipiert worden zu sein.
Der Durchmesser beträgt 40 mm.
Der relativ geringe Abstand von Ohr zu Ohr.
Moderne Ergonomie.
Die Feineinstellung des Armbands.
Die großen Super-LumiNova-Flächen.
Der Keramikkranz.
Alles deutet darauf hin, dass Sicura eine Uhr wollte, die im Alltag und nicht nur zu besonderen Anlässen getragen wird.
Die Meinung von The-Watchmaker
In unserer Werkstatt haben wir das Glück, täglich Dutzende verschiedener mechanischer Uhren zu sehen.
Vintage.
Zeitgemäß.
Sammlerstücke.
Beruflich.
Jeder erzählt seine eigene Geschichte.
Was uns am HEXA 400 beeindruckt hat, ist nicht, dass es ein historisches Modell wieder aufleben lässt.
Das kommt mittlerweile ziemlich oft vor.
Was wirklich heraussticht, ist, dass Sicura den Diver 400 als eine Idee betrachtete, die sich über fast sechzig Jahre hinweg ständig weiterentwickelte.
Er hat nicht versucht, seine Schwächen nachzuahmen.
Er hat nicht versucht, künstliche Nostalgie zu erzeugen.
Er entschied sich dafür, den Charakter beizubehalten und ihn so weiterzuentwickeln, wie er sich wahrscheinlich entwickelt hätte, wenn die Produktion nie eingestellt worden wäre.
Als offizieller Vertreter und offizielles Servicecenter von Sicura in Griechenland ist dies vielleicht der größte Vorteil, den wir im neuen HEXA 400 sehen.
Es handelt sich nicht nur um die Wiederbelebung eines historischen Namens.
Das ist ein Zeichen dafür, dass die Geschichte von Sicura weitergeht!
Technische Daten des neuen Sicura Hexa 400
| Merkmal | Sicura HEXA 400 |
|---|---|
| Durchmesser | 40 mm |
| Dicke | 14 mm |
| Von Befestigungspunkt zu Befestigungspunkt | 46 mm |
| Gehäuse | Edelstahl 316L |
| Glas | Saphirglas mit Antireflex- und Anti-Fingerabdruck-Beschichtung |
| Stefani | Einseitig wirkend, 120 Klicks, Keramikeinsatz |
| Innenkranz | Dual-Time, Bedienung über die zweite Krone |
| Motor | Sellita SW200 Automatik |
| Häufigkeit | 28.800 A/h (4 Hz) |
| Gangreserve | ≥38 Stunden |
| Beleuchtung | Super-LumiNova® |
| Wasserdichtigkeit | 400 m / 40 ATM / 1320 ft |
| Bracelet | 316L-Edelstahl, dreiteilig |
| Verschluss | Doppel-Druckknopf mit Rastfunktion zur Feineinstellung |
Schlussfolgerung
Der Erfolg einer Neuauflage lässt sich nicht daran messen, wie originalgetreu sie die Vergangenheit nachbildet.
Das hängt davon ab, ob es gelingt, dieselbe Idee in eine andere Epoche zu übertragen.
Die Sicura HEXA 400 versucht nicht, eine Vintage-Uhr zu sein.
Es soll die natürliche Fortsetzung einer Vintage-Uhr sein.
Und das ist eine viel schwierigere Aufgabe.
Es bewahrt den besonderen Charakter der Diver 400 aus dem Jahr 1968, ergänzt diesen jedoch durch moderne Materialien, ausgefeilte Ergonomie und technische Lösungen, die den Anforderungen einer echten Funktionsuhr gerecht werden.
In einer Zeit, in der Nostalgie oft mehr zählt als das Wesentliche, erinnert der HEXA 400 daran, dass Fortschritt nicht bedeutet, die Tradition aufzugeben.
Das bedeutet, sie so sehr zu respektieren, dass man sie verbessert.
